Heizsysteme Vergleich: Öl, Gas, Elektro & mehr

Das Heizen ist eine Wissenschaft für sich. Letztlich bezeichnet man damit irgendeine Art der Energieumsetzung in Wärmeenergie mit sinnvollem Nutzen, also zur Wärmegewinnung. In der Regel bezieht man sich dabei auf das Heizen von Wohnräumen, bzw. auf das Heizen in Gebäuden. Es gibt entsprechend der unterschiedlichen Arten der Energieträger und Energieumsetzung mehrere unterschiedliche Heizsysteme, die sich etabliert haben.

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen nicht nur die bekanntesten Heizsysteme vorstellen, sondern gehen auch auf zukünftige Methoden der Gebäudeheizung ein und machen einen kurzen Abstecher zu den Energieträgern an sich.


Heizsysteme im Kostenvergleich

Darum geht es bei den meisten, wenn sie sich für ein Heizsystem für ihr Haus entscheiden müssen: Den Kostenfaktor. Je nach dem, was ein Heizsystem kostet und wie viel es pro Jahr gegenüber einem anderen einspart, wird einem Heizsystem der Vorzug gegeben. Leider klingt ein solcher Vergleich einfacher, als er tatsächlich ist.

Denn nicht nur die laufenden Kosten für den Energieträger, auch die Wartungs- und Pflegekosten der Anlage sind zu beachten. Hinzu kommen eventuelle Steuervorteile oder Vorschriften, die einige Heizsysteme beispielsweise ausschließen. So ist in manchen Wohngebieten der Bezug von Fernwärme Vorschrift.


Diese Heizsysteme gibt es

Ein Heizsystem ist beispielsweise die Elektroheizung. Vor 2 bis 3 Jahrzehnten, als der Strom dank Atomenergie noch billig war, wurden viele Häuser deshalb damit ausgestattet. Heute ist das so ziemlich das teuerste, was man haben kann. Hinzu kommt die ökologische Unsinnigkeit. Auch Kovektoren, Heizlüfter und Radiatoren funktionieren mit Strom.

Strom, Gas und Fernwärme

Strom wird zu einem sehr großen Teil aus einem Wärmekraftwerk gewonnen. So ziemlich jedes konventionelle Kraftwerk ist ein solches Wärmekraftwerk. Schon bei diesem Vorgang werden nur etwa 30 bis 70 % der Energie umgesetzt, je nach Kraftwerk sind auch bessere Werte drin. Strom ist ein wertvoller Energieträger, da er extrem vielseitig ist.

Gas hingegen ist günstig, denn es muss nicht erst hergestellt werden. Die einfache Förderung und eventuelle Reinigung reicht vollkommen aus. Zudem wird es direkt in Wärme umgesetzt, nicht über den Umweg der elektrischen Energie. Deshalb ist Gas und auch Holz oder Kohle ökologisch eine sehr effektive Wärmeerzeugung.

Dasselbe gilt für Fernwärme. Hier fällt die Wärme bei einer nahen gelegenen Anlage ohnehin an. Anstatt ungenutzt zu verpuffen, heizt man damit ganze Siedlungen. Nach der Strom-, Fernwärme- und Gasheizung haben wir damit die nächste angesprochen: Die „Holz“-Heizung. In den meisten Wohngegenden ist das Heizen mit Strom allerdings nicht mehr relevant. Mehr dazu im nächsten Kapitel.

In diesem Video werden ebenfalls verschiedene Heizsysteme erklärt:


Mit Holz heizen: Altmodisch oder modern?

Heizsysteme

Ein gemütliches Holzfeuer

Es gibt zwei Arten, mit Holz zu heizen. In beiden Fällen wird Holz verbrannt. Im ersten Fall geht das einfach über einen Ofen, beispielsweise einen Kachelofen oder ein Kaminofen. Es geht zwar effizienter, jedoch ist der Kachelofen auch vom Komfort her wohl der beliebteste Ofen. Rein energetisch wäre eine sogenannte Pellet-Heizung aber sinnvoller. Unter den Heizsystemen ist die Pelletheizung „grün“. Das heißt, dass sie bilanziell kein CO2 ausstößt, da der Rohstoff nachwachsend ist.


Sonnenheizung: Solaranlage

Besonders auf Grund der hohen Förderung hat sich diese Möglichkeit unter den Heizungsarten in der Vergangenheit bei Neubauten durchgesetzt: Die Solaranlage. Hier wird Wasser in einem Array aus Röhren auf dem Dach, einem sogenannten Sonnenkollektor, erwärmt und zum Heizen genutzt. Das gute an der Heizung ist, dass sie mit anderen herkömmlichen Methoden gut kombiniert werden kann.


Ölheizung: Etabliert, aber kaum in Neubauten

Ganz ähnlich der Heizung mit Strom, aber noch vor jener Zeit, verfährt es sich mit der Ölheizung. Das bekannte Heizöl wird eben dafür benötigt. Wer in einer entsprechenden Siedlung wohnt, sieht die Öl-Lastwagen einmal im Jahr zu Besuch kommen. Auch diese Art zu heizen ist längst überholt.


Heizsystem der Zukunft: Gas, Wärmepumpe, Elektrizität

Das Heizsystem der nahen Zukunft ist und bleibt das Heizen mit Gas. Der Grund: Erdgas ist einfach in Wärme umzusetzen. Bei Holz, Öl oder auch bei der Solaranlage sieht das anders aus. Konkret ist die Umsetzung sogar so einfach, dass es inzwischen extrem effiziente Haushaltsgeräte gibt, die an einen Gasanschluss angeschlossen werden können und dann mit Gas heizen. Trockner zum Beispiel.

Ebenfalls effizient arbeiten je nach Einsatz sogenannte Wärmepumpen bzw. geothermische Systeme. Erdwärme ist ein anderer Begriff. Sie sind etabliert und wurden dank Invertertechnik in den vergangenen Jahren deutlich effizienter.

Heizsysteme

Wärmepumpen

In ferner Zukunft werden wir hingegen wohl nicht mehr auf fossile Energieträger, sondern wahrscheinlich auf erneuerbare Energien bzw. Elektrizität setzen. Fusionskraftwerke könnten den Strom wieder billiger machen. Dann könnten sich besonders elegante und rein physikalisch sehr effiziente Heizsysteme wie beispielsweise IR-Heizungen etablieren – aber noch ist das Zukunftsmusik.

 

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